Ersthelfer in Feuerwehruniform

Das FIRST RESPONDER System in Langenpreising

Sie rufen den Rettungsdienst

Und die Feuerwehr kommt!

Was ist passiert???

Das Zauberwort heißt First Responder, was soviel bedeutet wie „erste Antwort“ oder „erste Reaktion“ auf ein Ereignis.

First Responder bedeutet nichts anderes als „qualifizierte Erste Hilfe im Notfall“.

In vielen Notfallsituationen ist der Faktor „Zeit“ entscheidend für die Überlebenschancen des Patienten. Bei Unfällen und Erkrankungen, wie dem plötzlichen Herztod, kann eine schnelle und qualifizierte Erste Hilfe überlebenswichtig werden. Wird das Gehirn nicht oder nur unzureichend mit Sauerstoff versorgt, tritt bereits nach 4 bis 5 Minuten eine bleibende Schädigung ein, nach 10 Minuten ist in der Regel kein Überleben mehr möglich.

Zielsetzung der First Responder ist es, die Zeitspanne vom Notruf bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes so gering wie möglich zu halten und damit die Erfolgsaussichten für die Behandlung des Patienten zu verbessern. Der Notfallpatient soll in der Zwischenzeit, also bis zum Eintreffen des geschulten Rettungsdienstpersonals nicht auf zufällig geleistete Erste Hilfe angewiesen bleiben, sondern eine Sach- und fachgerechte Notfallversorgung durch die First Responder erhalten.

Unser First Responder Team besteht derzeit aus 14 Feuerwehrmännern mit einer Zusatzausbildung als Feuerwehrsanitäter. Wir sind rund um die Uhr einsatzbereit und rücken mit max. 4 First Responder aus.

Wieso reicht die bisherige Erste Hilfe nicht aus?

Damit eine Behandlung oder Rettung erfolgreich ist, muss der Ablauf der Rettungskette also das Zusammenspiel der einzelnen Bindeglieder reibungslos ablaufen:

90 % der Schwerverletzten erhalten nach einem Unfall keine lebensrettenden Sofortmassnahmen, 34 % der Bevölkerung hat überhaupt keine Ausbildung in Erster Hilfe. Und die Hälfte derjenigen, die an einer Ersthelfer-Ausbildung teilgenommen hat, fühlt sich unsicher und ratlos in Notfallsituationen. Notfall- und Unfallzeugen sind in den wenigsten Fällen bereit und in der Lage, richtig zu helfen. Die First Responder-Tätigkeit ist deshalb als eine Verbesserung der bisherigen Sofortmassnahmen zu sehen.

Ist die Erstversorgung von Notfallpatienten Aufgabe der Feuerwehr?

Die Feuerwehr ist mit ihrer guten personellen Struktur sowie den ausgezeichneten Alarmierungs-Möglichkeiten sehr gut geeignet, sich in den Rettungsdienst zu integrieren. Ausgestattet mit Funkmeldeempfängern, Notfall-Ausrüstung, Fachwissen und den vorhandenen Einsatzfahrzeugen können so diese Ersthelfer eine qualitative Verbesserung der präklinischen Versorgung von Notfallpatienten sicherstellen.

Die Statistik zeit: Dieser Aufwand lohnt sich!

Die Überlebenschancen der verunglückten bzw. erkrankten Personen ist durch den Einsatz von Erste Hilfe Teams um bis zu 25 % gestiegen!

Alarmierungskriterien

Die Frist Responder Gruppe wird alarmiert, wenn im Einsatzbereich des Rettungsdiensts kein Rettungsmittel zur Verfügung steht oder die Anfahrt hierfür sehr viel Zeit beansprucht.

Alarmbereitschaft

Die Ersthelfer sind 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche für sie einsatzbereit. Dies ist nur durch das ehrenamtliche Engagement der freiwilligen Feuerwehr möglich.

Alarmierungshäufigkeit

Aufgrund der Erfahrungen ist mit einem Einsatzaufkommen von ca. 40 – 50 Einsätzen pro Jahr zu rechnen.

Verschwiegenheit

Wie für alle Personen die im Rettungsdienst tätig sind gilt auch für die Frist Responder absolute Schweigepflicht!!!

Ausbildung

Die Mitglieder der First Responder Gruppe wurden in einem 73-stündigen Lehrgang zum Feuerwehrsanitäter und einem 8-stündigen AED Lehrgang zur Frühdefibrillation von der Kreisbrandinspektion Erding mit ihren Fachausbildern umfangreich ausgebildet. Einige Mitglieder der Gruppe haben zudem die höherwertigen Ausbildungen zum Rettungssanitäter oder Rettungsdiensthelfer durchlaufen. Um den Kenntnisstand zu erweitern, werden die Helfer in regelmässigen Fortbildungen weiter geschult.

Ausrüstung

Die Ausrüstung besteht aus zwei Notfallrucksäcken und 2 Sauerstofftaschen mit Geräten zur Aufrechterhaltung von Kreislauf und Atmung. Hinzu kommen Mittel zur Diagnostik und Immobilisation

Wie viele Personen sind bei einem First Responder Einsatz beteiligt?

1 Fahrer

Funk, Einsatzprotokoll, Organisation, evtl. Transfer der Hubschrauberbesatzung

2-3 Feuerwehrsanitäter

Einleitung der lebensrettenden Sofortmassnahmen, Betreuung der Notfallpatienten und deren Angehörige, Unterstützung des Rettungsdienstes/Notarztes

Wie können Sie uns im Notfall unterstützen?

Bewahren Sie Ruhe, entscheidend ist der schnelle Notruf 112 an die Rettungsleitstelle. Beginnen Sie mit den lebensrettenden Erstmassnahmen am Patienten. Weisen Sie unsere Einsatzkräfte ein.

Sie haben Interesse anderen Menschen zu helfen?

Sie können uns jeden Montag ab 19:30 Uhr am Feuerwehrgerätehaus in Langenpreising besuchen, hier bekommen Sie Informationen über den Eintritt in den aktiven Feuerwehrdienst, Feuerwehrausbildungen oder die Frist Responder Ausbildung. Jugendliche werden ab 14. Jahren in die Jugendfeuerwehr aufgenommen. Ansprechpartner sind hier die Kommandanten und die Leiter der First Responder Gruppe.

Ablauf eines First Responder Einsatzes:

· Notruf bei der Rettungsleitstelle Erding über die Telefonnummer 112

· Die Leitstelle alarmiert den Rettungsdienst und die First Responder Einheit.

· Die First Responder kommen zum Feuerwehrgerätehaus, besetzten ein Fahrzeug und melden sich bei der Rettungsleitstelle per Funk und rücken aus.

· Eintreffen an der Einsatzstelle

· Einleitung der Erstmassnahmen je nach Einsatzlage (Erste Hilfe, Verkehrsabsicherung usw.)

· Fahrer führ das Einsatzprotokoll und ist für den Funkverkehr zur Rettungsleitstelle zuständig

· Übergabe des Patienten an den Rettungsdienst bzw. Unterstützung derer

 · Bei Einsatzende wird die Einsatzbereitschaft wieder der Rettungsleitstelle gemeldet

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