Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Langenpreising

Auf Initiative des damaligen Kooperators Johann Baptist Schamberger gründete sich am 11.05. und 18.05.1873 die Freiwillige Feuerwehr Langenpreising. Die damaligen Gründungsmitglieder waren: Georg Nitzl (Vorstand), Joseph Würz (Hauptmann), Johann Schamberger (Schriftführer), Joseph Grätz (Kassier), Simon Deimel (Zeugwart), Matthias Rettenbeck und Johann Senftl (Zugführer) und Georg Attenberger. Im Gründungsjahr wies die Feuerwehr Langenpreising bereits eine Mannschaftsstärke von 48 auf.

Noch vorhanden ist ein Vereinsbuch, in welchem ab 1881 die ersten Aktivitäten der Wehr eingetragen wurden.

 

· 1884 wird Georg Antholzer zum Kommandanten gewählt und übt dieses Amt bis 1929 aus. Nach einer aktiven Dienstzeit von über 50 Jahren wird er im Jahre 1930 durch den Kommandanten Max Weiß sen. abgelöst.

· Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1892 genehmigen die Ausschussmitglieder den Kauf von 16 Helmen, 100 m Schlauch und einen Aufzug zum Trocknen der Schläuche. Von den 16 Helmen ist bis heute noch ein Großteil vorhanden.

· 1894 waren die Feuerwehrleute bei einem Großbrand auf dem Anwesen Grichtmeier 24 Stunden ununterbrochen im Einsatz.

· Im Jahr 1899 wurden 11 Feuerwehrmitglieder mit dem 25-jährigen Dienstzeichen geehrt.

· Am 08. Dezember 1901 wurde die erste Christbaumversteigerung durchgeführt, die seit 1957 nun jährlich am Heilig-Drei-Königstag abgehalten wird.

· 1902 wird der Kauf einer neuen Handdruckspritze getätigt.

· Am 16. Dezember 1906 beschloss eine Versammlung das Gasthaus Götz "Zum Unterwirt" zum Vereinslokal zu machen.

Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges mussten viele Langenpreisinger Männer an die Front ziehen. Von nun an wurden junge Männer, ab dem 16. Lebensjahr zum Feuerwehrdienst verpflichtet. Die Übungen fanden immer sonntags um 12.00 Uhr statt und wurden mit militärischem Drill ausgeführt.  In den Nachkriegsjahren konnte nur ein Kriegsteilnehmer zum Feuerwehrkommandanten gewählt werden.

· Am 16. Dezember 1915 waren bei einem Brand beim „Bäcker Bauer“ 70 Mann im Einsatz.

· Am 18. April 1915 traten gleich 24 16-jährige Burschen der Feuerwehr bei.

· Am 05. Oktober 1920 rückte die Wehr mit 170 Mann zu einem Brand in die Pottenau aus.

Die Moosburger Zeitung berichtete am 06.07.1923 aus Langenpreising von einem „dreifachen“ Jubiläum: „Das fünfzigjährige goldene Jubiläum ihres Bestehens – das goldene Jubiläum zweier Begründer (Antholzer und Senftl) – sowie das 40-jährige Jubiläum des Kommandanten“. Vormittags um 10:00 Uhr begann der Festtag mit einer Messe die Pfarrer Hupfauer zelebrierte und die von der Kapelle Reiser begleitet wurde. Im Anschluss zog man zum Kriegerdenkmal und gedachte der 44 gefallenen Feuerwehrkameraden. Der Festzug ging dann weiter zum Feuerhaus, wo auf einer eigens aufgebauten Tribüne der Festakt stattfand. Nachmittags versammelte man sich dann im Gasthaus Unterwirt um zusammen mit den Patenvereinen den Jubeltag in einfacher Weise ausklingen zu lassen.

· 1932 rückte die Wehr zu einem Brand bei Paul Pflügler in Langenpreising mit 100 Mann und zwei Spritzen aus.

· 1934 wurden folgende Männer in die Vorstandschaft gewählt: Max Sellmeier (Vorstand), Johann Myrt (Kassier), Ludwig Schwaiger (Schriftführer), Martin Schwanghardt (Zugmeister). Kommandant wurde Max Weiß. Dies waren die letzten Wahlen, vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933, die einen tiefen Einschnitt für alle Feuerwehren bedeuteten

Während am Anfang der Nazizeit die Wehren in ihrer herkömmlichen Form noch bestehen bleiben konnten, mussten schliesslich die von den Freiwilligen Feuerwehren gebildeten Vereine aufgelöst werden. Alle Einrichtungen vereinsmässiger Art wurden beseitigt und durch einen polizeiähnlichen Aufbau unter Einführung des Führerprinzips ersetzt. An die Stelle der freiwilligen Vereine sollte eine Polizeihilfstruppe treten, die straff organisiert, befehlsmässig geleitet und im ganzen Reich einheitlich aufgebaut war. Trotz aller neuen Vorschriften hatte sich bei den Feuerwehren der Gedanke der nachbarschaftlichen Hilfeleistung in der Not erhalten. Leider gibt es von 1936 bis 1945 keine urkundlichen Nachweise über die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Langenpreising.

Neubeginn 1945

Nach dem Zusammenbruch 1945 war der Weg wieder frei zur bewährten Vereinsform der Freiwilligen Feuerwehren. Bereits in der Verfassung des Freistaates Bayern wurde bestimmt, dass der Feuerschutz im Wirkungsbereich der Gemeinden liegen sollte. Den gleichen Gedanken hatte auch der Gesetzgeber für das Feuerlöschwesen vom 17. Mai 1946 vertreten. Damit beruhte das Feuerlöschwesen wieder auf zwei Grundpfeilern: "Dem freiwilligen Zusammenschluss im Verein und der Verpflichtung der Gemeinden und Landkreise, Mittel für einen ausreichenden Feuerschutz zur Verfügung zu stellen". Eine ähnliche Auffassung vertraten auch die amerikanischen Militärbehörden, die in ihren Vorschriften über das öffentliche Sicherheitswesen aus dem Jahre 1947 eine Trennung von Feuerwehr und Polizei vollzogen hatten. Dass der Feuerschutz trotz der unsicheren Verhältnisse funktionierte, zeigte sich am 26. Juni 1945 bei einem Stadelbrand beim Gastwirt Stadler in Langenpreising, als die Feuerwehr dort mit 40 Mann anrückte.

· Am 29. Januar 1949 tritt auch die Freiwillige Feuerwehr Langenpreising wieder voll in Erscheinung. 40 Mann stark war die Wehr bei ihrem Neubeginn. Die erste Vorstandsschaft nach dem Krieg bestand aus: Martin Bauer (Kommandant, jetziges Ehrenmitglied), Max Weiß sen. (Stellvertreter und zugleich Kassier), Josef Lahr (Schriftführer), Josef Apfel (Gerätewart), Franz Schäffler (Spritzenmeister), Georg Hartinger und Albert Deutinger (Gruppenführer).

· 1952 wurde das 40-jährige Dienstjubiläum des Kommandanten Max Weiß sen. gefeiert.

· 1953 wurde anlässlich des 80-jährigen Vereinsjubiläums eine Fahnenweihe in Langenpreising abgehalten. Bemerkenswert ist hier, dass nur 8 Jahre nach Kriegsende eine neue Fahne durch den Verein beschafft wurde.

· 1986 wurde eine viertägige Fahnenweihe durchgeführt.

· 1988 war man Patenverein bei der Freiwilligen Feuerwehr Wartenberg und 1991 Patenverein bei der Freiwilligen Feuerwehr Zustorf.

Gruppenfoto vor dem alten Vereinswirt “Gasthaus Unterwirt” mit den Festjungfrauen, der Fahnenmutter Betty Wenger sowie der Vorstandschaft und der Fahnenabordnung anlässlich der Fahnenweihe 1953

Neue Löschfahrzeuge und ein Gerätehaus

Fast neunzig Jahre nach der Gründung begann für die FF Langenpreising ein neuer Abschnitt. Die Modernisierung der Geräte brachte für die Feuerwehr erhebliche Erleichterungen.

Bild rechts: das 1961 errichtete Langenpreisinger Feuerwehrgerätehaus vor dem Neubau 1986, im Vordergrund auch das neubeschaffte Löschgruppenfahrzeug LF 8 (Baujahr 1974)

Bild links: Feuerwehrgerätehaus Langenpreising

· 1949 tätigte die Gemeinde den Kauf eines neuen Spritzenwagens.

· Da die Spritze den wachsenden Anforderungen mit der Zeit nicht mehr gewachsen war erwarb die Gemeinde 1955 eine Ziegler Tragkraftspritze TS 8/8 mit VW-Industriemotor und einer Nennleistung vom 800 l/min.

· 1961 war Baubeginn des neuen Feuerwehrgerätehauses.

· 1967 wurde die FF Langenpreising mit dem ersten Feuerwehrauto ausgerüstet.

Bild unten: Weihe des 1. Feuerwehrautos der    FF Langenpreising (Ford Transit) im Herbst 1967

· 1974 wurde dann ein neues Löschfahrzeug (LF 8) von der Gemeinde angeschafft.

· 1979 erhielt die FF Langenpreising wiederum eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 sowie die ersten Atemschutzgeräte.

· Im Jahr 1986 kaufte der Feuerwehrverein eine zweite Fahne und weihte diese im Rahmen eines viertägigen Festes ein. Außerdem wurde das alte Feuerwehrhaus massiv umgebaut und mit Garagen und einem Anbau für den Gemeindebauhof erweitert. Es wurde außerdem ein Floriansstüberl eingerichtet, dass man sich dort nach den zahlreichen Übungen und Einsätzen zum Rasten und geselligen Beisammensein treffen konnte/kann.

Bild zeigt das alte LF 8 (Baujahr 1974) der Frewilligen Feuerwehr Langenpreising.

· Mit der Eröffnung der Bundesautobahn 92 im Dezember 1987 stiegen auch die Anforderungen an die Langenpreisinger Wehr. So konnte man 1988 ein Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 - ausgerüstet mit vier Atemschutzgeräten, Spreizer und Schere - von der Gemeinde in Empfang nehmen. Außerdem wurden für die "Stille Alarmierung" 30 Funkwecker angeschafft.

· Am 11. September 1988 wurde das neue TLF (Typ Mercedes mit Metz Aufbau) durch Herrn Hochwürden Pater Erwin de la Haye eingeweiht. An der festlichen Weihe nahmen auch die Feuerwehren aus Wartenberg, Berglern und Zustorf teil.

· 1988 war man Patenverein bei der Freiwilligen Feuerwehr Wartenberg und 1991 Patenverein bei der Freiwilligen Feuerwehr Zustorf.

· 1995 wurde ein Versorgungslastkraftwagen beschafft und 1996 für die Verkehrsabsicherung auf der Autobahn ein Verkehrssicherungsanhänger.

· 2000 Gründung einer Jugendfeuerwehr

· 2003 wurde das in die Jahre gekommene LF 8 durch ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 ersetzt. Im selben Jahr renovierte man auch das „Floriansstüberl“  und im ersten Stock entstanden neue Sanitär- und Büroräume. Diese Umbauarbeiten wurden fast gänzlich in Eigenregie und ehrenamtlich von den Feuerwehrmitgliedern selbst durchgeführt.

2003 Beschaffung von zwei Höhensicherungssets u. Einrichtung der Gruppe Höhensicherung

Im Jahr 2004 entschied man sich zur Gründung einer First Responder Gruppe, welche bis zur Entstehung der Johanniter-Rettungswache in Langenpreising (2015) weit über 90mal im Jahr alarmiert wurde. Im selben Jahr wurde (auch wieder in Eigenleistung) eine 5. Garage an das Feuerwehrgerätehaus angebaut.

2004 Homepage der FF Langenpreising geht online

2004 Anbau der 5. Garage ans Feuerwehrgerätehaus, Renovierung des Schlauchturm, Aussenfassade erhält einen neuen Putz                                                                                                                    2005 Beginn der Altpapier- und Altkleidersammlungen durch die Jugendfeuerwehr Langenpreising        
2007 Übergabe des neuen Mehrzweckfahrzeuges „Florian Langenpreising 11/1“. Bei dem Opel Movano handelt es sich um das Allroundtalent der Feuerwehr, er dient sowohl der First Responder Gruppe als Fahrzeug sowie als Einsatzleitfahrzeug oder Mannschaftstransportwagen.
 

2011 ändert der Feuerwehrverein erstmals seine Satzung, von nun an, können auch Fördermitglieder dem Verein beitreten und die Vorstandschaft wird um 2 Mitglieder erweitert

2012 erhält das Feuerwehrgerätehaus neue Tore. Die Tore entsprechen den neuesten energetischen Standards und können sogar per Funkfernbedienung betätigt werden                                                                                                                                                                                                           2012 kauft der Feuerwehrverein einen Kärcher-Industriehochdruckreiniger und übergibt diesen an die Freiwillige Feuerwehr. Der Reiniger erleichtert nun die Fahrzeug- sowie Hallenpflege

Ihr 140-jähriges Gründungsfest feierte die Wehr bei einem zweitägigen Fest in der Langenpreisinger Turnhalle                                                                                                                                        

2013 beschafft der Feuerwehrverein für die aktive Wehr vier Rollcontainer, welche auf dem Versorgungslastkraftwagen verladen werden können. Die Rollcontainer sind wie folgt beladen: 1 Rollcontainer mit ca. 500 m B-Schläuchen, 1 Beleuchtungsrollcontainer mit pneumatischem Lichtmast, ein Rollcontainer für die Lagerung von Unterbaumaterial sowie ein Mehrzweckcontainer.

2013 Am 27.07.2013 und 28.07.2013 findet das jährliche Dorffest der Langenpreisinger Feuerwehr statt. Am Festsonntag wird anlässlich der Fahnenrestauration der Vereinsfahne von 1953 eine Fahnensegnung von Pfarrer G. Bartkowski im Rahmen eines Gottesdienstes am Kriegerdenkmal abgehalten. Zum Fest eingeladen waren neben den Langenpreisinger und Zustorfer Vereinen auch die Feuerwehren Moosburg, Pfrombach-Aich, Berglern, Wartenberg, Zustorf sowie der Feuerwehrverein Auerbach.

Der Feuerwehrverein in der Gemeinde

Dass die FF Langenpreising nicht nur zum Schutz der Mitbürger da ist, sondern auch eine gewichtige Rolle im gesellschaftlichen Leben eines Dorfes spielt, beweisen die zahlreichen Aktivitäten in den vergangenen Jahren. So wurde von 1968 bis 1980 jährlich am 01. Mai eine Bildersuchfahrt veranstaltet. Seit 1971 wird jährlich ein Ausflug durchgeführt und seit 1992 unternahm man sogar einige Jahre lang eine 2tägige Ausflugsfahrt. Seit dem 21. August 1976 wird jährlich ein Dorffest veranstaltet, das seit ein paar Jahren sogar an zwei Tagen abgehalten wird. Seit dem 02. Februar 1980 findet ein Faschingsball statt, welcher anfangs in Verbindung mit der AH der Fussballabteilung der SpVGG Langenpreising veranstaltet wurde und nun nur noch vom Feuerwehrverein selbst durchgeführt wird. Seit der Langenpreisinger Wintermarkt ins Leben gerufen wurde, beteiligt sich die Feuerwehr Langenpreising auch hierbei mit einem Verkaufstand. Des Weiteren findet seit dem Jahr 2011 jeden Karfreitag ein Steckerfischverkauf am Feuerwehrgerätehaus statt
 

Ehrenmitglieder

Um besonders um die Feuerwehr und den Verein engagierte Mitglieder zu würdigen, ernennt der Feuerwehrverein Ehrenmitglieder. Folgende Ehrenmitglieder gibt oder gab es im Verein:

† Ehrenkommandant Max Weiß jun. (für 21 Jahre Kommandantentätigkeit)
† Ehrenmitglied Josef Furtner (für 12 Jahre Tätigkeit als Vorstand)
† Ehrenmitglied Martin Bauer (für seine Tätigkeit als Kommandant)
Ehrenkommandant Ludwig Denk sen. (für 20 Jahre Kommandantentätigkeit)
Ehrenvorstand Josef Knoll sen. (13 Jahre Tätigkeit als Vorstand)
Ehrenmitglied Sebastian Liebl (für seine langjährige Tätigkeit als Schriftführer)
Ehrenmitglied und Altbürgermeister Rudi Weiß
Ehrenmitglied Franz Buchner sen. (für seine besonderen Verdienste um den Verein)                           Fahnenmutter (Fahnenweihe 1986) Maria Steinberger

Ein ehrendes Andenken gilt auch unserer verstorbenen Fahnenmutter (Fahnenweihe 1953) Betty Wenger.

Lange Tradition hat auch der Brauch, dass man am Ostermontag den Verstorbenen der Wehr gedenkt, vor allem der toten Feuerwehrmänner des 2. Weltkrieges: "Johann Roth, Georg Furtner, Paul Neumeier, Paul Braun, Ludwig Hartinger, Alois Ganslmeier, Thomas Six, Georg Knoll und Martin Schwanghart sowie den tödlich verunglückten bzw. verstorbenen Feuerwehrkameraden Franz Apfel (1968), Josef Daschinger (1981), Max Weiß, Sebastian Dichtl, Christine Reithmeier (Fahenbraut), Cäcilia Weiß (Vereinswirtin), Maximilian Schicho, Anton Haslacher sen., Ehrenmitglied Josef Furtner, Paul Pflügler, Betty Wenger (Fahnenmutter 1953) und Karl Schnelzer (2016)". Mit einer Fahnenabordnung sowie allen Feuerwehrkameraden beteiligt sich die Wehr bei der Fronleichnamsprozession, am Verstorbenengedenktag des Krieger- und Soldatenvereins und am Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder des Schützenvereins Langenpreising. Vertreten war und ist die Freiwillige Feuerwehr Langenpreising bei besonderen Anlässen: „Priminzfeier“ des Herrn Hochwürden Peter Neumeier am 03. Juli 1955, Installation des Herrn Hochwürden Bruno Grzondziel am 01. Februar 1956, Installation von Pater Erwin de la Haye am 01. Oktober 1980, Beerdigung unserer Pfarrherren Pater de la Haye und Hochwürden Bruno Grzondziel am 03. Juni 1993, Installation von Pfarradministrator Peter Dermendjin am 01. September 1993, Verabschiedung von Herrn Pfarrer Peter Dermendjin im Jahre 2004 und Teilnahme bei Installation unseres derzeitigen Gemeindeseelsorgers Herrn Pfarrer Gregor Bartkowski. Seit 2009 wird auch einer der vier Fronleichnamsaltäre der Prozession am Feuerwehrgerätehaus in Langenpreising aufgebaut.

Bild links: Unsere “Feuerwehr-Senioren”

Besondere Einsätze

Dass die FF Langenpreising für den Ernstfall besonders gerüstet ist, bewies sie in den letzten Jahren bei verschiedenen zum Teil sehr schwierigen Einsätzen:
 

11.08.1975 Brand bei Sebastian Huber, 19:00
 

1975 Brand bei Sebastian Huber

1981 bei einer Sturmkatastrophe. 1982 beim Hochwasser der Strogen. 1984 bei einem grossen Hilfseinsatz in München-Haar nach einer Hagelunwetterkatastrophe

15.03.1983 bei einem Verkehrsunfall auf der Staatstraße 2082

1983 Verkehrsunfall auf der St 2082

1985 bei der Eiskatastrophe (4 Tage bei Minus 30 Grad) an der Sempt ab Niederlern. 1986 wieder Knochenarbeit in der Niederlerner Eiswüste. 1988 hinterliess ein Orkan eine Schneise der Verwüstung; ein Grossbrand vernichtete eine Lackiererei und die Kunststofftank-Fertigung der Fa. Nau in Pfrombach.
 

24.07.1988 bei einem Sturmeinsatz (Kirche Langenpreising), 16:30
 

1989 forderte ein Verkehrsunfall in der Rosenau zwei Menschenleben. 1990 richtet ein Autofahrer ein Blutbad in einer Schafherde an. 19 Tiere fanden den Tod. 1991 starben zwei Menschen nach einem Verkehrsunfall auf der A 92; Feuerwehr verhinderte Dammbruch und somit Riesenschäden bei einer Regenkatastrophe; Raserei im dichten Nebel, Chaos und Massenkarambolage auf der A 92. Eine Frau kommt ums Leben, 24 Personen werden verletzt. 1992 musste zwischen Rosenau und Berglern nach einem Verkehrsunfall eine Person mit der Rettungsschere und dem Rettungsspreizer aus ihrem Fahrzeug befreit werden; 1993 rasen drei Tschechen auf der A 92 in den Tod, zwei Menschen wurden schwer verletzt. Mit 130 km/h waren sie an ein Brückengeländer geprallt; Sintflut und Schlammflut in Holzhausen; ein junger Mann verunglückt mit seinem Pkw auf der Staatsstrasse Höhe der AS Moosburg Süd tödlich. 1994 stürzt ein Lkw auf der A 92 aufgrund von Eisglätte um. Ein 5 Stunden langer Einsatz war erforderlich, 2004 musste ein junger Moosburger auf der Staatstraße 2085 nach einem Aufprall an einen Baum aus seinem völlig zerstörten Fahrzeug befreit werden, er verstarb leider kurze Zeit später. 2004 wurde die First Responder Gruppe zu ihrem allerersten Einsatz auf den Rastplatz an der A 92 zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Todesopfer alarmiert; 2006 rückte die FF Langenpreising zusammen mit einigen anderen Wehren des Landkreises nach Deggendorf zur Schneekatastrophe aus. Im Jahr 2007 war erneut ein 3-tägiger Hochwassereinsatz in Gaden und der Rosenau notwendig; 2010 wurde man auf die A 92 zu einem schweren Verkehrsunfall alarmiert, ein Lkw war auf ein Stauende gerast und ging sofort in Flammen auf, eine Frau starb in ihrem völlig ausgebrannten und deformierten Pkw. 2013 musste die FF Langenpreising erneut zu einem folgenreichen Unfall auf die A 92 ausrücken. Ein Geisterfahrer war in zwei Pkw´s gerast und musste von der FF Langenpreising aus seinem völlig deformierten Fahrzeugwrack befreit werden. Der Unfallverursacher verstarb noch an der Unfallstelle. Drei weitere Personen wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Im Juni 2013 hatte wieder einmal ein Hochwasserereignis den Landkreis fest im Griff. Die Feuerwehr Langenpreising war an insgesamt rund 5 Tagen im Dauereinsatz. Auch überörtlich wurden mittels dem Versorgungslastkraftwagen Sandsäcke in stark betroffene Teile des Stadtgebietes Erding/Altenerding transportiert. Aber auch im Ortsgebiet gab es für die Langenpreisinger Feuerwehr jede Menge zu tun. Das Hochwasserereignis nahm der Bayerische Ministerpräsident zum Anlass und stiftete ein Fluthelferabzeichen für alle ehrenamtlichen Helfer.

Bereits im Januar wurde die FF Langenpreising im Jahr 2014 zu zwei schweren Unfällen auf die Staatstraße 2331 alarmiert. Am 17.01.2014 wurde in Höhe der Abzweigung Zustorf eine Radfahrerin von einem Pkw erfasst und erlitt tödliche Verletzungen. Sie musste mittels Hebekissen von der FF Langenpreising befreit werden. Gleich eine Woche später wurde die Wehr zur Abzw. Am Söllgraben alarmiert. Eine 51-jährige Autofahrerin kam von der Straße ab, ihr Pkw überschlug sich und kam auf dem angrenzenden Acker auf dem Dach zum Liegen. Die Pkw-Lenkerin wurde mit dem Rettungshubschrauber schwer verletzt in ein Krankenhaus geflogen.

Foto: Bayerische Staatskanzlei

Bild links: 22.05.2004 1. First Responder Einsatz, Parkplatz A 92, Fahrtrichtung DEG (Verkehrsunfall, 1 Person tödl. verunglückt)

Bild links: 2010 Einsatz auf der A 92 (Höhe AS Erding) Lkw rast in Stauende

Aktive Vorstandsschaft

Die jetzige Vorstandsschaft bildet sich wie folgt: "Thomas Metz (1. Vorstand), Natalie Kienmüller-Stadler (2. Vorstand), Martin Obermeier (Schriftführer), Thomas Buchner (1.Kassenwart), Martin Bauer jun. (2. Kassenwart), Johann Gruber (Beisitzer),Franz Buchner jun. (Beisitzer) Ludwig Denk jun. (1. Kommandant), Sascha Elsner(2. Kommandant)”.

Kommandanten der Feuerwehr Langenpreising

1873 - 1879 Joseph Würz, Hauptmann

1879 – 1884 Anton Rottenkolber, Hauptmann

1884 – 1930 Georg Antholzer, Kommandant

1930 – 1940 Max Weiß, Kommandant

1940 – 1945 Martin Bauer, Truppführer (Hilfspolizei)

1945 – 1957 Martin Bauer, Kommandant

1957 – 1978 Max Weiß, 1. Kommandant

1978 – 1998 Ludwig Denk sen., 1. Kommandant (ernannt zum Ehrenkommandanten)

1998 – 2016 Johann Kaspera, 1. Kommandant

seit 2016      Ludwig Denk jun., 1. Kommandant

1. Vorsitzende der Feuerwehr Langenpreising

Nach Wiedergründung des Feuerwehrvereins im Jahr 1945 war es bis 1972 in Langenpreising üblich, dass der 2. Bürgermeister der Gemeinde zugleich als 1. Vorstand der Feuerwehr agierte. Seit 1972 wird auch der 1. Vorsitzende alle 6 Jahre von den Vereinsmitgliedern gewählt.

1972 – 1991 Josef Knoll sen. (ernannt zum Ehrenvorstand)

1991 – 1997 Volker Lang

1997 – 2002 Markus Neumeier

2002 – 2011 Georg Böck

2011 - 2017  Thomas Metz

seit 2017 Natalie Kienmüller-Stadler

Fahrzeuge

Löschgruppenfahrzeug Florian Langenpreising 40/1: LF 16/12 Baujahr 2003, 1800 l Löschwasser, 4 Atemschutzgeräte, Spreizer- u. Schneidgerät, Wärmebildkamera

Tanklöschfahrzeug Florian Langenpreising 20/1: TLF 16/25 Baujahr 1988, 2500 l Tankinhalt, 4 Atemschutzgeräte, Spreizer- und Schneidgerät

Versorgungslastkraftwagen Florian Langenpreising 55/1: Baujahr 1995, Schlauchpaket mit 500 m B-Schläuchen, Stromerzeuger mit Lichtmast, Ölbindemittel

Mehrzweckfahrzeug Florian Langenpreising 11/1: Baujahr 2007, Notfallrucksack, Türöffnungswerkzeug, Rettungsbrett (Spineboard), Schaufeltrage, Defibrillator

Verkehrssicherungsanhänger, Baujahr 1996 (beschafft durch den Landkreis Erding)

Mitgliederstand

Der Mitgliederstand beläuft sich zum März 2016 auf 121 Mitglieder. Diese gliedern sich wie folgt auf:

56 aktive Mitglieder (über 18 Jahre)

16 Jugendfeuerwehrmitglieder

39 passive Mitglieder

10 Fördermitglieder

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